Ai Weiwei
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Biografie
Ai Weiwei (geb. 1957 in Peking) besuchte die Pekinger Filmakademie und zog später nach New York (1983–93), um sein Studium an der Parsons School of Design fortzusetzen. Als einer der einflussreichsten zeitgenössischen Künstler hat er die politische, soziale und ethische Bedeutung zeitgenössischer Kunst neu definiert. Er stellt reale politische Risiken in den Mittelpunkt seiner künstlerischen Praxis – was zu Zensur, Überwachung, Inhaftierung und Exil führt. Er ist nicht nur für seine Kunstwerke von Bedeutung, sondern auch dafür, wie er Kunst als Instrument der Recherche, der Aufdeckung und des zivilen Widerstands einsetzt. Durch die Verbindung von Konzeptkunst, Aktivismus, Architektur, sozialen Medien und dokumentarischen Strategien stellt sein Werk nicht nur politische Systeme, sondern auch Museen, Betrachter und Künstler selbst infrage – und fragt, was es bedeutet, unter Machtbedingungen zu sprechen, zu sehen und zu handeln.
Zu seinen wichtigsten Einzelausstellungen zählen die Nationalgalerie in Prag, Tschechische Republik (2017); der Palazzo Strozzi, Florenz, Italien (2016); das 21er Haus Museum für zeitgenössische Kunst, Wien (2016); das Kunstmuseum Helsinki, Finnland (2016); die Royal Academy of Art, London (2015); der Martin-Gropius-Bau, Berlin (2014); das Hirshhorn Museum and Sculpture Garden, Washington, D.C. (2012); das Taipei Fine Arts Museum, Taiwan (2011); die Tate Modern, London (2010); und das Haus der Kunst, München (2009). Zu seinen architektonischen Kooperationen gehören der Serpentine Pavilion (2012) und das Nationalstadion Peking (2008), gemeinsam mit Herzog & de Meuron. Neben zahlreichen Auszeichnungen und Ehrungen erhielt er 2008 den Lifetime Achievement Award der Chinese Contemporary Art Awards und 2012 den Václav-Havel-Preis für kreativen Widerstand der Human Rights Foundation, New York City. Im Jahr 2011 wurde er zum Ehrenmitglied der Royal Academy of Arts in London ernannt. 2015 erhielt er von Amnesty International in London den Ambassador of Conscience Award. Er lebt und arbeitet in Berlin und Peking.
(ab 2017)




