Carlos H. Matos (geb. 1983) verbindet Architektur und Skulptur, um die Grenzen von Funktion, Maßstab und Materialität im gebauten Raum auszuloten. In Mexiko-Stadt lebend, untersucht er in seiner Arbeit das Zusammenspiel abstrakter Formen und architektonischer Elemente, indem er sie aus ihrem traditionellen Kontext löst und so ihren Zweck und ihre Bedeutung hinterfragt. Inspiriert von mesoamerikanischen Kulturen, Mexikos präkolumbianischem Erbe und der modernistischen Architektur der Mitte des 20. Jahrhunderts, schafft Matos Werke, die quasi-fiktive Welten evozieren, in denen Ruinen, Rituale und Alltagsroutinen ihren Lauf nehmen. Er verwendet Materialien wie Vulkangestein, Beton und Aluminium und arbeitet mit Kunsthandwerkern zusammen, die traditionelle Bautechniken wie das Meißeln und Sandgießen beherrschen. Weit entfernt von einer nostalgischen Verklärung der Vergangenheit ermöglichen ihm diese Techniken, neue Aspekte von Form und Raum zu erforschen.
Carlos H. Matos
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