Louise Bourgeois (1911–2010, geb. in Paris), eine der führenden Stimmen feministischer Kunst, ist bekannt für ihre radikalen Inhalte und die Auseinandersetzung mit weiblichen Lebenserfahrungen, aber auch für ihren Einfluss auf nachfolgende Künstlergenerationen. Bourgeois' Werk thematisierte häufig komplexe Themen wie Erinnerung, Trauma, Weiblichkeit und den Körper. Sie verarbeitete oft ihre eigenen Erfahrungen, insbesondere jene, die mit Familiendynamiken und ihrer Kindheit in Frankreich zusammenhingen. In ihren Skulpturen verwendete sie Textilien, Bronze, Marmor und Glas und betonte eine haptische Dimension, die den Betrachter zur Interaktion einlud. Ihre Serie monumentaler Spinnenskulpturen, die meisten mit dem Titel „Spinnen“ versehen, ist besonders bemerkenswert. Mama (Französisch für Mutter) wurden weltweit ausgestellt.
Bourgeois präsentierte Einzelausstellungen im Metropolitan Museum of Art, New York City (2022; anschließend im New Orleans Museum of Art); SFMoMA, San Francisco (2017); Museum of Modern Art (2017); Moderna Museet, Stockholm (2015; anschließend im Museo Picasso Málaga, Spanien; Mori Art Museum, Minato, Japan); National Gallery of Art, Washington, DC (2015); National Gallery of Canada, Ottawa (2011); Tate Modern, London (2007, anschließend im Centre Pompidou, Paris; Solomon R. Guggenheim Museum, New York City; Museum of Contemporary Art, Los Angeles; und im Hirshhorn Museum and Sculpture Center, Washington, DC); Palais de Tokyo, Paris (2002); Serpentine Gallery, London (1998); Art Gallery of Ontario (1996, anschließend im University Art Museum, Berkeley, CA; Drawing Center, New York City; und im The List Visual Art Center, Cambridge, MA). Brooklyn Museum, New York City (1994, anschließend in der Corcoran Gallery of Art, Washington, D.C.); Museum of Modern Art, New York City (1982). Zu den bemerkenswerten Gruppenausstellungen und Biennalen zählen: Surrealismus der Sechzigerjahre, Whitney Museum of American Art (2025); Frauen in der Abstraktion, Centre Pompidou (2021); Amerika ist schwer zu sehenIhre Werke wurden unter anderem im Whitney Museum of American Art (2015), auf der 45. Biennale von Venedig (1993) und auf der Documenta 9 in Kassel (1992) ausgestellt. Sie befinden sich in den Sammlungen des Centre Pompidou (Paris), des Dia Beacon (New York), des Guggenheim Museums Bilbao (Spanien), des Massachusetts Museum of Contemporary Art (North Adams), des Museum of Modern Art (New York), der National Gallery of Art (Washington, D.C.), des Storm King Art Center (New Windsor, New York), der Tate Modern (London) und des Whitney Museum of American Art (New York).

