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Paul Anthony Smith (geb. 1988 in Jamaika) schafft Gemälde und Picotage auf Pigmentdrucken, die seine Autobiografie sowie Fragen der Identität innerhalb der afrikanischen Diaspora erforschen. In Anlehnung an W. E. B. Du Bois’ Konzept des doppelten Bewusstseins und Franz Fanons Theorie der durch den Kolonialismus verursachten kulturellen Verwirrung der Diaspora spielt Smith auf Zäune, Grenzen und Barrieren an, um seine Sujets und Landschaften zu verbergen und zu verändern. Smiths Werk würdigt die reiche und komplexe Geschichte der postkolonialen Karibik und ihrer Bevölkerung. Erinnerung, Migration und Heimat stehen im Mittelpunkt von Smiths Arbeit, die Fragen hybrider Identitäten zwischen alter und neuer Welt untersucht. Smiths vielschichtige Picotage sind oft im Stil karibischer Betonsteinzäune und modernistischer Architekturelemente gestaltet, die wie Schleier wirken und Smiths Sujets vor dem Blick von außen schützen sollen. Während die Fotografie üblicherweise dazu dient, Informationen zu enthüllen und zu teilen, hat Smiths Picotage eine verhüllende und bewusst verwirrende Wirkung. Indem Smith diese vielschichtigen Geschichten der Diaspora in eine einheitliche Bildebene presst, erzeugt er in diesen nach außen hin heiteren Porträts subtile Unbehagen. Die Bildsprache dient ihm als Zugangspunkt, um zu hinterfragen, welche Elemente der Identität die Komplexität von Grenzen und Migration überwinden dürfen.
(ab 2025)

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