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Jenseits des Denkmals – Public Art Fund
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BookerC 0179 Panorama
MetroTech-Zentrum
20. Oktober 1998 – 31. Mai 1999

Über die Ausstellung

Aufbauend auf der erfolgreichen sechsjährigen Geschichte des von der MetroTech organisierten öffentlichen Kunstprogramms Public Art FundVier neue Werke aufstrebender Künstler sind in der MetroTech Commons in einer Ausstellung mit dem Titel zu sehen. Jenseits des MonumentsDie für die diesjährige Ausstellung ausgewählten Künstler spiegeln die Vielfalt der in Brooklyn lebenden Gemeinschaften wider, und ihre Werke thematisieren die Erwartungen an Monumentalität in der öffentlichen Kunst. Der in Korea geborene Künstler Do-Ho Suh, der in Brooklyn lebende Künstler Tony Matelli, Chakaia Booker, eine bedeutende afroamerikanische Bildhauerin, und die in Brasilien geborene und in Brooklyn lebende Künstlerin Valeska Soares setzen sich mit vier unverwechselbaren Kunstwerken mit dem Komplex aus Unternehmen und Bildungseinrichtungen auseinander.

Bildergalerie

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Ausgewählte Künstler

Chakaia Booker, Spürsinn
Chakaia Bookers Projekt für die MetroTech Commons, SpürsinnEs handelt sich um eine 60 Meter lange, perforierte Holzwand, deren Struktur durch recycelte Reifen besonders gut erhalten ist. Sie besteht vollständig aus Holzplanken, die mit dem behandelten Gummi von Auto-, Fahrrad- und Mopedreifen überzogen sind, und besticht durch ihre kraftvolle und zugleich elegante Präsenz. Spürsinn Die robuste Beschaffenheit der verwendeten Materialien lässt die Skulptur kaum erahnen. Vom Commons aus kann man durch die wellenförmige Wand hindurchsehen und so neue Perspektiven auf die Umgebung entdecken, während der Blick aus hohen Bürofenstern die Form der Skulptur als Fragezeichen offenbart. Bookers Bearbeitung der Reifen, die sie von Brooklyns Schrottplätzen geborgen hat, verleiht diesem bemerkenswerten Kunstwerk eine außergewöhnlich abwechslungsreiche Oberfläche. Booker (geb. 1953 in Newark, New Jersey) stellt einen direkten Zusammenhang zwischen der Wiederverwendung von Reifen in ihrer Arbeit und der Stadterneuerung her und verweist insbesondere auf die historische Verwendung von Altreifen in ihren Projekten zur Verschönerung des öffentlichen Raums.Grüner Daumen und Mutterbaum Projekte in Brooklyn) und in Hausgärten (als Blumenkästen und Töpfe).

Tony Matelli, Streunender Hund
Tony Matellis hyperrealistische Skulpturen stellen etablierte Vorstellungen von amerikanischen Ikonen infrage und erzeugen oft eine irritierende Spannung. Im MetroTech Center präsentiert Matelli (geb. 1971 in Chicago, Illinois) den ultimativen Streuner – einen verlorenen Blindenhund, der scheinbar ohne sein blindes Herrchen umherirrt. Streunender HundEin goldener Labrador Retriever, der an der Leine für seinen blinden Besitzer geführt wird, ist auf dem Commons zu sehen und fragt sich, wo sein hilfsbedürftiger Herrchen sein mag. Der vermisste Blinde, so Matelli, ist ein weiterer potenzieller „Streuner“, der ohne seinen Blindenhund verloren ist. Der Künstler betrachtet diese unglaublich detaillierte, auffällige Darstellung als das perfekte Anti-Denkmal – „ständig in Bewegung und entweder liebenswert oder hoffnungslos, vielleicht für immer verloren“.

Valeska Soares, Stories
Valeska Soares' textbasierte Stories Das Werk konzentriert sich auf den „Garten“ in seiner zeitlichen Entwicklung, sowohl konzeptionell als auch visuell. Der Titel des Werkes, der auf die mitunter mythische Vorstellung vom Garten anspielt, offenbart eine fließende Definition von „Geschichte“. In Soares’ Muttersprache Portugiesisch kann dieser Begriff sowohl fiktionale als auch nicht-fiktionale Texte bezeichnen und so Historisches, Anekdotisches und Literarisches miteinander verbinden. Im MetroTech Center manifestiert sich Soares’ Konzeption des „Gartens“ in 80 jeweils fünf Zentimeter breiten Kupferbändern, die an jedem der filigranen Bäume angebracht sind, welche formal im Zentrum des Commons angeordnet sind. Die Kupferbänder tragen bibliografische Angaben aus einer internationalen Auswahl an Büchern, die im Laufe des Jahrhunderts erschienen sind und alle das Wort „Garten“ im Titel enthalten. Die vielfältige Auswahl an Autoren und Titeln (in mehr als zehn Sprachen) schafft einen visuell eindrucksvollen und poetischen Raum zwischen den Bäumen. Die gravierten Bänder werden im Laufe der Ausstellung sanft oxidieren und grün werden, wodurch der Wechsel der Jahreszeiten sichtbar wird und ein Kontrapunkt zur formalen Strenge dieses architektonischen Raumes entsteht. Soares (geb. 1957 in Belo Horizonte, Minas Gerais, Brasilien) stellt diese Sammlung bibliografischer Informationen zur Verfügung, um ein erweitertes und sich stetig weiterentwickelndes Erlebnis der Commons zu ermöglichen.

Do-Ho Suh, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens
Do-Ho Suh (geb. 1962 in Seoul, Südkorea) hinterfragt die Rolle von Denkmälern und Statuen, die berühmten Persönlichkeiten gewidmet sind, und stellt das traditionelle Monument in seinem Werk auf den Kopf. Persönlichkeiten des öffentlichen LebensAnstelle einer einzelnen Figur auf einem Sockel erschafft Suh einen Sockel, der von Hunderten von anonymen Miniaturfiguren – Männern wie Frauen – getragen wird. So lenkt er die Aufmerksamkeit des Betrachters vom Individuum auf die Masse. Suh stellt die gängige Vorstellung infrage, dass der Bürger ein Denkmal für eine bedeutende Persönlichkeit verehrt, und betont stattdessen die Macht des Einzelnen und positioniert den Bürger neu im öffentlichen Raum. Die „öffentlichen Figuren“, die seinen Steinsockel tragen, so Suh, „repräsentieren die Vielfalt, die Anonymität der Masse … die den Stein stützt und ihm zugleich Widerstand leistet.“ Suhs Werk ist geprägt von seinen persönlichen Erfahrungen beim Kulturwandel von Südkorea in die USA und thematisiert die Fähigkeit des Einzelnen, sich sowohl privaten als auch öffentlichen Raum anzueignen.

Standort

MetroTech-Zentrum
MetroTech-Zentrum

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