
Dennis Adams Bushaltestellen I
Über die Ausstellung
Dennis Adams' Hauptinteresse gilt der jüngeren amerikanischen Geschichte und ihrer medialen Darstellung. Adams (geb. 1948 in Des Moines, Iowa) präsentiert dokumentarische Informationen in einem Rahmen, der subtil Techniken der Berichterstattung, Werbung und Propaganda widerspiegelt, ohne sich dieser selbst zu bedienen. Anstatt sich auf die ursprüngliche Bedeutung von Informationen zu konzentrieren, zeigt Adams, wie diese verloren geht. „Ich habe stets versucht, meine eigenen Zweifel in die Struktur meiner Arbeit einfließen zu lassen. Meine Absicht war es, eine Reihe von Ein- und Ausgängen um die Bedeutung herum zu schaffen und so deren Grundlage zu untergraben.“ Dem Künstler, so ein Kritiker, gelingt es, Bedeutung zu abstrahieren, indem er den Raum fragmentiert, in dem der Betrachter seine Informationen „sammelt“.
Die Anzeigetafel, die in einem vorschriftsmäßigen Schutzraum Werbung zeigen würde, präsentiert stattdessen wechselnde Schwarz-Weiß-Pressefotos. Adams' Foto zeigt vietnamesische Bootsflüchtlinge und wird auf der Rückseite von dem Text „Werde zum Symptom“ begleitet. Durch die Wahl scheinbar unzusammenhängender Bilder und Texte umgeht Adams bewusst jede eindeutige Botschaft und lädt die Öffentlichkeit stattdessen zu einer aktiven, interpretativen Auseinandersetzung ein.
Diese Bushaltestelle funktioniert „normal“ und ist sogar einladender als die meisten anderen. Adams weicht vom Standarddesign ab, indem er eine Bank hinzufügt und diagonale Blickwinkel schafft, die den Blick auf die Straße interessanter und besinnlicher gestalten. Die grafischen Elemente beleuchten die Anzeigetafeln der Haltestelle.





















