
Christopher Hewat Kommunales Objekt
Über die Ausstellung
Die Macht des Obelisken – seine Vertrautheit sowie seine weitverbreiteten Assoziationen mit Größe, Triumph und Tod – hat Christopher Hewat (geb. 1949 in New York City, NY) fasziniert und zu seinem neuesten Werk inspiriert. Kommunales Objekt Es handelt sich um eine intensive Auseinandersetzung mit der Obeliskform, von realistisch bis theatralisch. Die Skulpturen sind große Monumente, die man rundum betrachtet. In dieser Ausstellung hat Hewat die Objekte eingezäunt und so einen Ort der Erinnerung geschaffen, der den Betrachter einlädt, über die Sterblichkeit nachzudenken, ohne dabei konkrete Trauer zu empfinden.
Nach seiner letzten Ausstellung mit Intarsien-Holzschirmen wendet sich Hewat wieder seinem Interesse an Friedhofsarchitektur zu, das er erstmals in menschengroßen, sargdeckelähnlichen Schilden zum Ausdruck brachte. Mit kunstvoller Holzbearbeitung und einem untrüglichen Gespür für klassische Proportionen hat Hewat würdevolle geometrische Objekte geschaffen, die den Raum eindrucksvoll und emotional einnehmen. Die hohlen Turmspitzen – gefertigt aus Hemlocktanne, Ahorn und Tulpenbaum – patiniert er mit sinnlichen Spuren und warmen, eleganten Farben. Zarte Zäune mit fein gearbeiteten Filigranornamenten umgeben jeden Monolithen und schützen dessen Geist.
Hewat, dessen Ästhetik von seiner Generation geprägt ist, fühlt sich zur Geometrie hingezogen, die es ihm ermöglicht, die Ausdruckskraft von Textur, Farbe und Form innerhalb einer formalen Struktur auszuloten. Indem er ein antikes Sujet als Grundlage für sein Werk wählt, scheint Hewat sowohl die Vieldeutigkeit als auch die Herausforderung anzunehmen, historische Formen in der zeitgenössischen Kunst neu zu interpretieren.
Hewats Werk wird zusammen mit Werken von Edgar Heap-of-Birds, Margia Kramer, Thomas Lawson und Yong Soon Min ausgestellt.














