Claudia Wiesers Ensemble aus fünf großformatigen geometrischen Skulpturen schafft eine immersive Umgebung zum Erkunden. Jede Form unterscheidet sich in Größe, Form und Muster und kombiniert gemalte, fotografische und verspiegelte Details zu lebendigen Kompositionen, die die Dynamik New Yorks und seiner Bewohner widerspiegeln. Die zwischen 7 und 13 Metern hohen Skulpturen sind mit über 1,500 Tonfliesen verkleidet, die die Künstlerin in ihrem Berliner Atelier handbemalt hat. Wieser (geb. 1973 in Freilassing), die eine Ausbildung zur Malerin absolviert hat, hinterlässt in jeder sorgfältig gestalteten Fliese Spuren ihrer akribischen Pinselstriche. Hochglanzpolierte Edelstahldetails reflektieren die Umgebung und die Bewegungen der Besucher. Wiedererkennbare Bildfragmente, die den Puls der Stadt einfangen, sind neben den gemusterten Fliesen zu sehen. Dazu gehören Fotografien, die die Künstlerin in New York City aufgenommen hat, Dias von einer deutschen Familienreise in die Stadt aus den 1980er Jahren, die sie online gefunden hat, und Reproduktionen antiker griechischer und römischer Skulpturen – zusammen spiegeln sie die parallelen Erfahrungen der Menschen im Laufe der Zeit wider.
An dem ikonischen Aussichtspunkt, wo die Manhattan Bridge das Empire State Building einrahmt, liegt Wiesers Probe Sie kann sowohl als Treffpunkt als auch als Bühne verstanden werden, die an die Foren des antiken Roms erinnert – öffentliche Räume für Versammlungen, Begegnungen und den Austausch von Ideen. Ihr Titel lenkt die Aufmerksamkeit auf das Zusammenspiel zwischen Besucher und Kunstwerk und deutet auf etwas hin, das sich noch im Wandel befindet und sich ständig weiterentwickelt. Wieser lädt zur Erkundung und Reflexion ein und bietet einen Moment, in dem wir eintauchen und Teil ihrer faszinierenden Skulptureninstallation werden können.
Claudia Wieser: Probe wird kuratiert von Public Art Fund Assoziierte Kuratorin Katerina Stathopoulou.