
Juan Munoz Gesprächsanlass
Über die Ausstellung
CGesprächsstoff (2001) ist eine Gruppe von fünf lebensgroßen Bronzefiguren, die allesamt die charakteristischen Merkmale von Juan Muñoz' figurativen Werken aufweisen: runde Köpfe, stumme Gesichter mit ähnlichen Zügen und ausdrucksstarke Gesten. Mit ihren übergroßen, runden, faltigen und gewölbten Sockeln wirken die Skulpturen zugleich schlaff und ungelenk. Die fünf Figuren von Conversation Piece Sie lehnen sich aneinander, flüstern oder ignorieren einander und verwandeln so den Platz in eine Bühne, auf der sich ein geheimnisvolles Drama abspielt. Mit seiner Serie – und insbesondere mit diesem eindrucksvollen Beispiel – verlieh Muñoz (1953–2001, geb. in Madrid, Spanien) dem Begriff „Konversationsstück“ eine neue Bedeutung. Dieser Begriff beschreibt ein Genre englischer und niederländischer Gemälde des 17. und 18. Jahrhunderts, die gesellschaftliche Zusammenkünfte in häuslichen Interieurs oder Gärten darstellen. Hier, an der belebten südöstlichen Ecke des Central Parks, ist Muñoz’ psychologisch aufgeladene Szene ebenso komplex und vieldeutig wie ihre historischen Vorbilder intim und präzise sind.





















