
Ericka Beckman Mitteilungen an die Öffentlichkeit: Werbung für GITSO TRUST
Über die Ausstellung
Die Filmemacherin und Fotografin Ericka Beckman (geb. 1951 in Hempstead, New York) thematisiert die Marktdominanz japanischer Unternehmen in den 1980er-Jahren und die daraus resultierende Angst um amerikanische Arbeitsplätze. Ihre Botschaft ist eine Werbung für den fiktiven japanischen Konzern GITSO TRUST, der sich selbst als „Hier ist, um Amerikas Zukunft zu gestalten“ bezeichnet. Die Botschaft, die Bilder von verlassenen Traktoren auf einem Feld und einer roten Sonne mit dem GITSO-TRUST-Logo über Amerika zeigt, verweist auf die Krise der amerikanischen Landwirtschaft sowie die zunehmende Kontrolle der Technologie durch die japanische Industrie. Sie erinnert den Betrachter an die innenpolitischen Schwierigkeiten Amerikas und den wachsenden Einfluss Japans auf die US-Wirtschaft.
Bildergalerie
Über die Serie
MBotschaften an die Öffentlichkeit bildete einen wichtigen Bestandteil der Public Art FundDas langjährige Engagement der Galerie für medienbasierte Kunstwerke. Die von 1982 bis 1990 laufende Ausstellung präsentierte eine Reihe von Künstlerprojekten, die speziell für die Spectacolor-Leinwand am Times Square geschaffen wurden.
Wie Russell Miller von der Zeitung aus Ohio berichtet Die Toledo-Klinge Wie er in seinem Artikel vom 19. Februar 1984 erklärte, präsentierte ein anderer Künstler jeden Monat eine 30-sekündige Animation auf der Spectacolor-Lichtwand – einer 800 Quadratmeter großen Anlage mit 8,000 roten, weißen, blauen und grünen 60-Watt-Glühbirnen, die das Bild des Times Square dominierte. Der Spot wurde zwei Wochen lang mehr als 50 Mal täglich wiederholt und in eine 20-minütige Schleife computeranimierter Werbespots eingebunden.
„Jane Dickson, eine Malerin, arbeitete für Spectacolor, Inc. als Werbegrafikerin und Computerprogrammiererin, als sie vor dreieinhalb Jahren zum ersten Mal auf die Idee kam, die Leuchttafel zur Präsentation nichtkommerzieller Kunst zu verwenden.“
„Ich habe diesen Titel ausgesucht“, sagte sie. Botschaften an die Öffentlichkeit„Weil ich das Propagandapotenzial dieses Projekts für enorm hielt.“ Die Tafel, so bemerkte sie, wurde regelmäßig für „kommerzielle Propaganda“ genutzt.
„Dickson suchte Hilfe bei der Public Art Fund, eine hier ansässige Organisation, die sich der Aufgabe verschrieben hat, Kunst aus den Galerien zu holen und sie auf den Straßen und in den Parks der Stadt zu platzieren.“
Projektleiter des Public Art Fund Jessica Cusick erklärte: „Wir versuchen, Kunst zu schaffen, die zeitgemäß ist, eine Botschaft hat, visuell ausdrucksstark ist und sich mit der feinen Grenze zwischen bildender Kunst und kommerzieller Kunst auseinandersetzt.“




















