
Jules Allen Öffentliche Fotos
Über die Ausstellung
Jules Allen (geb. 1947 in San Francisco, Kalifornien) präsentiert eine Serie von vier Fotografien, die in den Werbeflächen von Bushaltestellen in ganz Harlem angebracht sind. Alle vier Bilder schildern das Leben in der Innenstadt und verwenden dabei häufig Objekte wie Hüte als fotografische Indikatoren, insbesondere für das öffentliche Leben und die Kultur der afroamerikanischen Bevölkerung in der Stadt und, allgemeiner, für universelle menschliche Erfahrungen. Jedes der vier Bilder wird von einem poetischen Text des Dichters Wayne Providence begleitet, der in Zusammenarbeit mit dem Künstler entstanden ist. Providences Text bezieht sich auf das jeweilige Bild.
Das Projekt entwickelte sich aus dem Public Art FundDie stadtweite Ausstellung „PSA: PUBLIC SERVICE ART“ von 1990 beauftragte zeitgenössische Künstler wie Barbara Kruger und die Künstlergruppe Gran Fury mit der Gestaltung von Plakaten für Bushaltestellen. Diese Plakate thematisierten aktuelle gesellschaftliche Probleme wie AIDS und das Recht auf Abtreibung. Die Guerrilla Girls entwarfen zudem eine Plakatwand, die die Mona Lisa mit einem Feigenblatt über dem Mund zeigte. Dieses Werk setzte sich mit reproduktiven Rechten und Kunstzensur auseinander.
Allen beschrieb das Ziel des Werks als die Darstellung einer Kultur durch Fotografie und die Erfassung ihres Verhaltens (ein klinischer Ansatz). Es gibt viele Themen und Figuren, die man wählen kann, um den Fokus zu schärfen, den Zugang zu ermöglichen und/oder den Punkt zu veranschaulichen. Hier habe ich „Hüte“ als visuelle Metapher gewählt. Oftmals werden Essen, Religion, Musik und Landschaft als Themen verwendet, um Kultur darzustellen. Hüte hingegen thematisieren Kultur auf spezifischere Weise; sie sind gleichzeitig persönlich und allgemein. Sie durchdringen sowohl das Unbewusste als auch das universelle Bewusstsein. Die Wahl von Hüten als Symbol der Menschheit ist logisch. Es ist ein globales Symbol, das von allen verstanden wird.
„Die Bildsprache drückt sich durch Gestik und Umgebung aus. Die Gestik der dargestellten Personen basiert auf Funk, Rhythmus, urbanem und afroamerikanischem Flair… eine zeitgenössische Vision.“


















