
Anish Kapoor Himmelsspiegel
Über die Ausstellung
Anish Kapoors Himmelsspiegel ist ein atemberaubender, 35 Meter durchmessender konkaver Spiegel aus poliertem Edelstahl. Er steht fast drei Stockwerke hoch am Eingang der Channel Gardens im Rockefeller Center an der Fifth Avenue. Himmelsspiegel bietet ein schillerndes Erlebnis aus Licht und Architektur und präsentiert den Betrachtern eine lebendige Umkehrung der Skyline mit dem historischen Wahrzeichengebäude am 30 Rockefeller Plaza.
Eine urbane, zeitgenössische und sich ständig wandelnde ästhetische Variation der Landschaftsmalereitradition des 18. Jahrhunderts, Himmelsspiegel Sie holt den Himmel auf die Erde. Die große, 23 Tonnen schwere, kreisrunde Edelstahlskulptur steht auf einer Plattform wenige Meter über dem Straßenniveau. Ihre konkave, nach oben geneigte Seite ist dem 30 Rockefeller Plaza zugewandt und spiegelt ein umgekehrtes Porträt dieses eleganten und ikonischen New Yorker Wolkenkratzers und des sich ständig verändernden Himmels wider. Ihre konvexe Seite, die zur Fifth Avenue zeigt, vermittelt eine bodenständigere Perspektive: die Betrachter inmitten des angrenzenden Straßenbildes. Dieses optische Objekt verändert sich im Laufe des Tages und der Nacht und ist ein Beispiel für das, was Kapoor als „Nicht-Objekt“ bezeichnet – eine Skulptur, die trotz ihrer Monumentalität an ein Fenster oder eine Leere erinnert und oft mit ihrer Umgebung zu verschmelzen scheint.
Anish Kapoor (geb. 1954 in Bombay, Indien) zählt zu den bedeutendsten Künstlern unserer Zeit. Bekannt wurde er in den 1980er-Jahren durch seine geometrischen oder biomorphen Skulpturen aus einfachen – oft elementaren – Materialien wie Granit, Kalkstein, Marmor, Pigmenten und Gips. Seine Skulpturen erweitern die formalen Prinzipien des Minimalismus in eine zutiefst spirituelle und psychologische Sphäre und ziehen den Betrachter mit ihren satten Farben, sinnlich-feinen Oberflächen und verblüffenden optischen Effekten von Tiefe und Dimension in ihren Bann. Seit Mitte der 1990er-Jahre erforscht er das Konzept der Leere und schafft Werke, die in der Ferne zu verschwinden scheinen – und es manchmal auch tun –, in Wänden oder Böden zu versinken oder unsere Vorstellungen von der physischen Welt auf andere Weise infrage zu stellen. Sie verleihen abstrakten Dualitäten wie Präsenz und Absenz, Unendlichkeit und Illusion, Festigkeit und Unfassbarkeit eine unmittelbare und unmittelbare Wirkung.
Kapoor konzentriert sich auf die aktiven oder transformativen Eigenschaften der von ihm verwendeten Materialien. „Ich interessiere mich sehr für das ‚Nicht-Objekt‘ oder das ‚Nicht-Materielle‘. Ich habe Objekte geschaffen, in denen die Dinge nicht das sind, was sie auf den ersten Blick zu sein scheinen. Ein Stein kann sein Gewicht verlieren, oder ein verspiegeltes Objekt kann sich so sehr seiner Umgebung anpassen, dass es wie ein Loch im Raum erscheint“, sagt Kapoor. Beispiele hierfür sind: Die Welt auf den Kopf stellen (1995) bis hin zur massiven 125 Tonnen schweren Skulptur Wolkentor (2004) sind Kapoors reflektierende Skulpturen dauerhaft im Millennium Park in Chicago ausgestellt und sprechen das Publikum direkt an, indem sie Objekt, Betrachter und Umgebung zu einer physischen, sich ständig verändernden Form verschmelzen lassen.


















