
Franz West Das Ich und das Es
Über die Ausstellung
TDas Ich und das Es „The“ ist die neueste und bisher größte Aluminiumskulptur des international gefeierten Künstlers Franz West. Das 20 Meter hohe Werk besteht aus zwei ähnlichen, aber dennoch unterschiedlichen, leuchtend farbigen, geschwungenen abstrakten Formen: eine in Kaugummirosa und die andere in abwechselnden Blöcken aus Blau, Grün, Orange und Gelb. Die Formen wölben sich unten nach oben und bilden so Hocker, die Passanten zum Verweilen, Platznehmen und zur direkten Auseinandersetzung mit dem Kunstwerk einladen. Für West (geb. 1947 in Wien) ist die Skulptur erst dann wirklich vollendet, wenn der Betrachter mit ihr interagiert. Das Ich und das Es Dies entspricht dem übergeordneten Wunsch des Künstlers, gesellige Umgebungen für die Betrachtung von Kunst zu schaffen, indem er seine charakteristische Kombination aus Verspieltheit und Monumentalität einsetzt.
Speziell für Wests erste umfassende amerikanische Retrospektive im vergangenen Herbst im Baltimore Museum of Art geschaffen. Das Ich und das Es Das Werk entlehnt seinen Namen einem der bekanntesten Texte Sigmund Freuds, in dem er den Kampf des Ichs mit drei Kräften untersucht: dem Es, dem Über-Ich und der Außenwelt. Diese Open-Air-Präsentation verstärkt die Verbindung zwischen Wests und Freuds Werk, indem sie diese Kräfte vor der Kulisse der Straßen von New York City miteinander verschmelzen lässt.
West begann seine Karriere Mitte der 1960er Jahre in Wien, auf dem Höhepunkt der dortigen Aktionismusbewegung. Seine frühen Skulpturen, Performances und Collagen waren eine Reaktion auf diese Bewegung, in der Künstler durch radikales öffentliches Verhalten die Passivität der Kunstwelt aufrütteln wollten. Anfang der 1970er Jahre begann West mit der Schaffung einer Serie kleiner, tragbarer Skulpturen, den sogenannten „Passstücken“. Das Ich und das Es Die Skulptur ist in vielerlei Hinsicht eine überdimensionale Version eines Adaptiven. Sie steht zudem in direktem Zusammenhang mit den Möbelinstallationen des Künstlers, die Galerien, Museen und öffentliche Räume in loungeartige Umgebungen verwandeln. West beschreibt die Korrelation zwischen seinen Gipsobjekten und Möbelinstallationen als eine Möglichkeit, Träume auf die Erde zu bringen: „Die Adaptiven wären der Traum, die Stühle und Tische die Erde.“
















