
Michael Sailstorfer Tornado
Über die Ausstellung
Diese eindrucksvolle Skulptur ist der erste öffentliche Auftrag des in Berlin lebenden Künstlers Michael Sailstorfer (geb. 1979 in Velden) in den Vereinigten Staaten. Sie ist eine kraftvolle Antwort auf die Gegebenheiten des Standorts, für den sie geschaffen wurde, und auf die gewaltigen Dimensionen von New York City. Sie ragt über 30 Meter hoch und erreicht die Baumwipfel des Central Parks. Tornado Sailstorfers Werk vereint Gegensätze. Es verbindet Leichtigkeit und Schwere mit bedrohlich wirkenden schwarzen „Wolken“ aus aufgepumpten LKW-Reifenschläuchen, die sich sanft im Wind wiegen. Die muskulöse Stahlkonstruktion schlängelt sich von oben nach unten, während die ballonartigen Gummiformen, die in Bündeln von ihren spiralförmigen Armen herabhängen, zu prallen Clustern verknotet sind. Wie ein Tornado, der gewaltig und doch buchstäblich aus Luft besteht, vermittelt Sailstorfers turmhohes Werk ein unmittelbares Erlebnis von skulpturaler Form und Materialspannung – massiv und zugleich verletzlich.
Tornado Es handelt sich um die größte Skulptur einer Reihe von Werken des Künstlers, die sich mit Autoreifen, Fahrradschläuchen und der Idee von Bewegung und Geschwindigkeit auseinandersetzen. Viele von Sailstorfers Arbeiten beschäftigen sich mit Naturkräften und unserer Wahrnehmung dieser Kräfte durch Form und Raum. Gleichzeitig schwingt in Sailstorfers Kunst oft ein Hauch von Verspieltheit mit, der an Experimentierfreude, Fantasie und visuellen Witz erinnert.
Michael Sailstorfer: Tornado wird von Nicholas Baume kuratiert.
Bildergalerie
Über den Künstler
Durch die künstlerische Umgestaltung von Alltagsgegenständen und -situationen schafft Michael Sailstorfer Kunstwerke, die sich mit Zuständen von Euphorie bis hin zu Desintegration auseinandersetzen. Absurdität und Komik spielen in seinem Werk eine ebenso wichtige Rolle wie die Frage nach dem Raum, den eine Skulptur einnehmen kann. Er arbeitet mit einer enormen Bandbreite an unterschiedlichen Gebrauchsgegenständen und Materialien – von Laternenpfählen über Hubschrauber, Autos und Wohnwagen bis hin zum Waldboden – und verwandelt sie in faszinierend disparate Skulpturen, die sich durch Charme und Witz auszeichnen.
Wesentliche Unterstützung wird von der Kraus Family Foundation geleistet.
Zusätzliche finanzielle Mittel werden von Johann König, Berlin, dem New York City Department of Cultural Affairs in Zusammenarbeit mit dem Stadtrat sowie von Daniel und Brooke Neidich bereitgestellt.
Ermöglicht wurde dies durch die Partnerschaft von Bürgermeister Michael R. Bloomberg; Erster Stellvertretender Bürgermeisterin Patricia E. Harris; Park- und Erholungskommissar Adrian Benepe; Kulturkommissarin Kate D. Levin; und dem Präsidenten der Central Park Conservancy, Douglas Blonsky.
















