
Martin Basher, Zipora Fried, Sam Moyer, Matt Sheridan Smith, Kevin Zucker Total Recall
Über die Ausstellung
TGesamterinnerung Die Ausstellung präsentiert fünf großformatige Skulpturen der in New York lebenden Künstler Martin Basher, Zipora Fried, Sam Moyer, Matt Sheridan Smith und Kevin Zucker. Sie stellt die Werke der Künstler in Bezug zur Vergänglichkeit der Erinnerung; jedes einzelne ist mal fremdartig, mal vielschichtig, mal futuristisch und mal transformativ.
Der Titel der Ausstellung, Total Recall, ist Paul Verhoevens Film aus dem Jahr 1990 entlehnt, in dem der Protagonist heimlich implantierte persönliche Erinnerungen entdeckt, die seine Realität formen; wie der Film sind auch die Werke in der Ausstellung eine Zusammenstellung dessen, was vorher war, nämlich der Erinnerungen, Erfahrungen und künstlerischen Vorgänger der Künstler.
Die Werke in Total Recall Sie eint die Fähigkeit, Betrachtern ein neues, weltfremdes Erlebnis zu bieten, indem sie mit vorgegebenen Bedeutungen spielen und bekannte Bilder und Formen zu etwas Neuem formen. Die Skulpturen bestechen durch ihre materielle Präsenz und greifen Ideen der Vergangenheit auf, indem sie Konsumabfälle, Fundstücke und kollektive Nostalgie aufgreifen und reflektieren.
TGesamterinnerung wird von Jesse Hamerman kuratiert.
Bildergalerie
Ausgewählte Künstler
Martin Basher, Minimaler Konsum/Reflektive Erhabenheit/Inspirierende Sonnenuntergangskunst
Martin Bashers drei großformatige Spiegelvitrinen wirken tagsüber reflektierend und leicht durchscheinend und geben ihren Inhalt erst nachts preis. Von innen beleuchtet und gefüllt mit hochwertigen und preiswerten Konsumgütern, skulptierten Strukturen und handgefertigten Gemälden, ahmen die Kuben Verkaufsräume nach, in denen ungewöhnliche Kombinationen eine Zukunft erahnen lassen, die von Konsumwünschen erfüllt wird. Basher (geb. 1979 in Wellington, Neuseeland) verbindet Ideen aus dem Bereich der Warenpräsentation, der Werbung und der Moderne und schafft so Werke, die die ökologischen und sozialen Folgen des Konsums in unserer Zeit hinterfragen.
Zipora Fried, Sesseln
Zipora Fried (geb. 1964 in Haifa, Israel) hat eine surrealistische Skulptur geschaffen, die einen ehemals gemütlichen Ledersessel in ein Chaos aus Baseballschlägern verwandelt, die von seinem nun funktionslosen Sitz herabstürzen. Durch diese Transformation wird ein Objekt, das gemeinhin nostalgische Gefühle für ein einladendes Wohnzimmer weckt, auf irritierende Weise verändert. Diese Umwandlung vertrauter Objekte in das Reich des Unbekannten, ein wiederkehrendes Motiv in ihrem Werk, wird hier erstmals in den Außenbereich übertragen. Sesseln.
Sam Moyer, Birkenflut
Sam Moyers Werk bedeckt mehr als fünfzig Baumstämme mitten im MetroTech Center Commons und erzeugt die Illusion eines Birkenwaldes, dessen Bäume leicht an ihrer silbrigen Rinde zu erkennen sind. Bei näherem Hinsehen entpuppt sich diese Rinde als ein auf Aluminiumplanken übertragenes Bild der Nordsee. So verpflanzt Moyer (geb. 1983 in Chicago, Illinois) die Natur vom Meer ans Land, schichtet Arten übereinander und lässt zahlreiche Realitäten harmonisch nebeneinander existieren. Das Werk bietet ein vielschichtiges Seherlebnis: Aus manchen Perspektiven offenbart es sich, aus anderen verschwindet es vollständig.
Matt Sheridan Smith, Soft Futures (Preis hat kein Gedächtnis)
Mit vier großen, aufblasbaren Skulpturen, die Rohstoffe des internationalen Terminmarktes repräsentieren, setzt sich Matt Sheridan Smith (geb. 1980 in Red Bank, New Jersey) mit den Funktionen und Grenzen des Gedächtnisses angesichts einer sich ständig verändernden Zukunft auseinander. Diese weichen Monumente, die Terminkontrakte für Wolle, Kaffee, Weizen und Raps symbolisieren, veranschaulichen die Systeme, mit denen wir diese Güter bewerten, sowie unseren Wunsch, die auf Rohstoffe wirkenden Kräfte vorherzusagen, zu verstehen und zu kontrollieren. Die mit Luft gefüllten Skulpturen im öffentlichen Raum stellen auf spielerische Weise die Vorstellungen von Beständigkeit und Geschichte infrage.
Kevin Zucker, Verschmelzte Skulptur
Kevin Zuckers Skulptur für MetroTech Center Commons ist eine große, monochrome Ansammlung verschiedener Formen und Objekte, darunter eine klassische menschliche Büste, ein Pferdekopf und ikonische Kunstwerke wie Constantin Brancusis Endlose SäuleDie Objekte, die scheinbar keinen Zusammenhang haben, sind tatsächlich Suchergebnisse für den Begriff „Skulptur“ in von Nutzern in Google SketchUp hochgeladenen digitalen Modellen. Indem Zucker (geb. 1976 in New York City, NY) aus diesem virtuellen Fundus schöpft und Formen zu einem einzigen Objekt zusammenfügt, schafft er ein Werk, das die Grenze zwischen Realität und Fantasie verwischt und so zu einer demokratischen Definition unseres Verständnisses von „Skulptur“ gelangt.
Total Recall im MetroTech Center ist Teil eines laufenden Programms, das von der Public Art Fundund gefördert von MetroTech Commons Associates und MetroTech-Unternehmen wie Forest City Ratner Companies, JPMorgan Chase, National Grid, WellChoice und dem Polytechnic Institute der New York University. Besonderer Dank gilt Forest City Ratner Companies und First New York Partners.
Martin Bashers Minimaler Konsum/Reflektive Erhabenheit/Inspirierende Sonnenuntergangskunst und Matt Sheridan Smiths Soft Futures (Preis hat kein Gedächtnis) sind Teil des Public Art Fund Programm Im öffentlichen Raum, das teilweise unterstützt wird vom National Endowment for the Arts; dem New York State Council on the Arts, einer staatlichen Einrichtung; und dem New York City Department of Cultural Affairs in Zusammenarbeit mit dem Stadtrat.
Public Art Fund ist eine gemeinnützige Kunstorganisation, die durch großzügige Spenden von Privatpersonen, Stiftungen, Unternehmen sowie durch Mittel von lokalen, staatlichen und bundesstaatlichen Regierungsbehörden unterstützt wird.























