Vortrag: Carol Bove
6: 30-8pm

Carol Boves skulpturale Kompositionen, die Artefakte, Bilder und Objekte einbeziehen, evozieren subtil eine Reihe kultureller Referenzen, die sich oft um die Atmosphäre der 1960er und 70er Jahre drehen. Ihre raumfüllenden Installationen und komplexen Assemblagen suggerieren eine anachronistische Archäologie der Objekte und verwenden so unterschiedliche Materialien wie Bücher, Prismen, Treibholz, Pfauenfedern, Metall, Beton, Schaumstoff und Leihgaben anderer Künstler; in jüngster Zeit kamen auch Bronze und versteinertes Holz hinzu. Die enge Verbindung zwischen der gebauten Umwelt und Boves Arbeitsprozess wird sowohl in ihren Materialien als auch in ihren Formen deutlich. In den letzten Jahren diente ihr die Industrielandschaft ihres Ateliers in Red Hook, Brooklyn, als inspirierende Quelle für gefundene Materialien und Formen. Ebenso ließ sich Bove von architektonischen Strukturen wie dem Brutalismus, Firmenlobbys – insbesondere den Arbeiten von Phillip Johnson – und den Museumsentwürfen des italienischen Architekten Carlo Scarpa inspirieren. Public Art Fund Im Rahmen des Vortrags wird Bove diese Einflüsse und deren spezifische Beziehungen zu ihrem neuen Werk für den öffentlichen Raum erörtern.
Bild: Carol Bove Floras Garten (2012) auf der dOCUMENTA 13
Mit freundlicher Genehmigung von David Zwirner, New York/London und Maccarone, NY
Public Art Fund Die Vorträge an der New School werden von der Public Art Fund in Zusammenarbeit mit dem Vera List Center for Art and Politics an der New School.
Dieses Programm wird durch den New York State Council on the Arts mit Unterstützung von Gouverneur Andrew Cuomo und der New York State Legislature ermöglicht.
Über den Künstler
Carol Bove (geb. 1971 in Genf, Schweiz) lebt und arbeitet in New York. Sie wuchs in Berkeley, Kalifornien, auf und studierte an der New York University. Ihre Arbeiten waren Gegenstand zahlreicher Einzelausstellungen, unter anderem im Palais de Tokyo, Paris (2010); in der Tate St. Ives (2009); in der Horticultural Society of New York (2009); im Blanton Museum of Art, Austin, Texas (2006); in der Kunsthalle Zürich; im Institute of Contemporary Art Boston (beide 2004); und im Kunstverein Hamburg (2003). Ihre Werke waren prominent in bedeutenden Gruppenausstellungen vertreten, zuletzt 2011 mit ihrer Installation. Der schäumende Speichel eines Pferdes (2011) im Arsenale im Rahmen der 54. Biennale von Venedig. Weitere Gruppenausstellungen umfassen Das Wassermannzeitalter, Die Renaissance-Gesellschaft an der Universität von Chicago (2011); Betrachtungen über die Leere: Interventionen im Guggenheim-MuseumSolomon R. Guggenheim Museum, New York (2010); Whitney Biennale 2008Whitney Museum of American Art, New York (2008); Unmonumental: Das Objekt im 21. Jahrhundert, New Museum, New York (2007); und Greater New York 2005, PS1 Contemporary Art Center, Long Island City, New York (2005). Neue Kunstwerke von Bove im öffentlichen Raum wurden im Rahmen der diesjährigen documenta 13 gezeigt. Ein weiteres bedeutendes Werk im öffentlichen Raum wird im Laufe des Jahres an einem noch nicht bekannt gegebenen Ort in New York City präsentiert.