Vorträge: Herbst 2003
6-6pm
Tvon Sachs
10/28/2003
Der in New York lebende Künstler Tom Sachs (geb. 1966 in New York City) verbindet hohe und niedrige ästhetische Werte und Themen, indem er Objekte und großformatige Installationen aus Papier, Klebstoff und anderen im Handel erhältlichen Materialien fertigt. Er entlehnt dabei einen Begriff von Claude Lévi-Strauss. Der wilde VerstandSachs bezeichnet sich selbst als HeimwerkerEin Heimwerker, der handwerkliches Können und improvisierte Stile schätzt. In seinen jüngsten Arbeiten hat er sich mit Fragen der Aneignung von Konsumkultur und deren Verhältnis zur zeitgenössischen Kunst auseinandergesetzt.
Rirkrit Tiravanija
11/4/2003
Rirkrit Tiravanijas künstlerische Praxis lässt sich als Versuch charakterisieren, unsere Erwartungen an Kunst neu zu gestalten. In seinem breit gefächerten Werk – das Performances, Roadtrips, Seminare und ortsspezifische Installationen umfasst – durchbricht Tiravanija (geb. 1961 in Buenos Aires, Argentinien) den traditionellen Ausstellungsraum, um innovative Begegnungen zwischen Kunst, Künstler und Betrachter zu ermöglichen. Der hybride Stil des Künstlers ist in seiner unsteten Biografie verwurzelt. Geboren in Argentinien, wuchs er in Thailand, Äthiopien und Kanada auf und studierte in Chicago und New York. Durch die Begegnung mit so vielen Glaubenssystemen und Kulturen verbindet Tiravanija diese Erfahrungen nun zu einer Vielfalt an Ausstellungsformaten, die einen Widerstand gegen festgelegte Orte und Methoden widerspiegeln.
Andrea Zitel
12/2/2003
Andrea Zittel (geb. 1965 in Escondido, Kalifornien) studierte neben bildender Kunst auch Design und nutzt angewandte und bildende Kunst, um moderne Gebrauchsgegenstände zu entwickeln. Anfang der 1990er Jahre gründete sie AZ Administrative ServicesDas Unternehmen verkauft Prototypen und Designs, die Privatpersonen bei der Organisation ihrer Wohnräume helfen. Die Firma produziert eine breite Palette an Artikeln, von Möbeln über Kleidung bis hin zu tragbaren Fahrzeugen, die allesamt Zittels Faszination für die Ästhetik früher utopischer Vorstellungen von Massenproduktion widerspiegeln. Mit diesen individualisierten Produkten hat Zittel eine kleine Revolution in unserem Verständnis von Wertesystemen, Originalität, Urheberschaft und der Definition von Kunstschaffen ausgelöst.
Public Art Fund Gespräche werden organisiert von der Public Art Fund in Zusammenarbeit mit dem Vera List Center for Art and Politics an der New School.