Gespräch: Jeppe Hein
6: 30-8pm

Im Geiste seiner mitreißenden und interaktiven Show Bitte berühren Sie die Kunst Im Brooklyn Bridge Park präsentiert Jeppe Hein seine Interpretation des Künstler-Vortrags. Die Veranstaltung, eine Mischung aus Performance, interaktivem Spiel und Interview, lädt die Zuschauer zu einem unerwarteten und aufschlussreichen Einblick in Jeppes künstlerische Praxis ein.
Heins Werk stellt den Betrachter in den Mittelpunkt des Kunsterlebnisses. Seine Skulpturen, die oft für den öffentlichen Raum konzipiert sind, laden zu einer interaktiven, spielerischen und beziehungsorientierten Auseinandersetzung ein. Für Hein können funktionale Kunstwerke als Katalysator für die Auseinandersetzung dienen – sowohl mit dem Werk selbst als auch unter den Besuchern. Dieser Vortrag findet im Rahmen der Ausstellung des Künstlers statt. Public Art Fund Ausstellung Bitte berühren Sie die Kunst (17. Mai 2015 – 17. April 2016 im Brooklyn Bridge Park), für das er drei Formen sozialer Skulpturen im Brooklyn Bridge Park installiert hat:Erscheinende Räume, ein sich systematisch verändernder architektonischer Raum, der durch Wasserstrahlen geformt wird; Spiegellabyrinth NY, eine ortsspezifische Installation aus spiegelpoliertem Edelstahl, die die markante Skyline von Lower Manhattan reflektiert und verzerrt; und sechzehn leuchtend rote Modifizierte Sozialbänke, Veränderungen an der bekannten Parkbank im Freien, die mit ihren ungewöhnlichen Kurven und Wellen aktiv die Wahrnehmung des öffentlichen Raums durch die Besucher ansprechen.
Public Art Fund Die Vorträge an der New School werden von der Public Art Fund in Zusammenarbeit mit dem Vera List Center for Art and Politics an der New School.
Dieses Programm wird teilweise durch Con Edison und öffentliche Mittel des New Yorker Kulturministeriums in Zusammenarbeit mit dem Stadtrat ermöglicht.
Bildergalerie
Über den Künstler
Jeppe Hein (geb. 1974 in Kopenhagen, Dänemark) lebt und arbeitet in Berlin und Kopenhagen. Er studierte an der Königlich Dänischen Akademie der Schönen Künste in Kopenhagen und an der Städelschule in Frankfurt am Main. Seine Werke wurden in bedeutenden Einzelausstellungen in Institutionen weltweit präsentiert, darunter die Bonniers Konsthall in Stockholm (2014), das Amos Anderson Art Museum in Helsinki (2013), das Faena Arts Centre in Buenos Aires (2012), das 21st Century Museum of Contemporary Art in Kanazawa, Japan (2011), das IMA – Indianapolis Museum of Art (2010), das ARoS Aarhus Kunstmuseum in Aarhus, Dänemark (2009), das Barbican Centre in London (2007) und das Centre Georges Pompidou in Paris (2005). Seine Arbeiten waren zudem in Gruppenausstellungen weltweit zu sehen und sind in bedeutenden öffentlichen Sammlungen vertreten, unter anderem im Neuen Museum Nürnberg, in der Tate in Großbritannien und im Museum of Contemporary Art in Los Angeles. Er wird vertreten von der 303 Gallery in New York, Johann Koenig in Berlin, der Galleri Nicolai Wallner in Kopenhagen und SCAI The Bathhouse in Tokio.
Über die Serie: Öffentlicher Kontext, private Bedeutung
Der öffentliche Raum bietet einzigartige Möglichkeiten, zu untersuchen, wie persönliche Erfahrungen mit Kunstwerken mit ihrem breiteren sozialen und kulturellen Kontext zusammenhängen. Herbst 2015 Public Art Fund Die Vortragsreihe „Talks at The New School“ bringt drei Künstler zusammen, die sich auf unterschiedliche Weise mit diesem Thema auseinandersetzen. Jeppe Heins interaktive und erlebnisorientierte Skulpturen im öffentlichen Raum laden die Betrachter zur aktiven Auseinandersetzung ein. Intime Bankskulpturen werden zu privaten Rückzugsorten, an denen sich zwei Freunde aufhalten können, während große Labyrinthe aus Spiegeln und Wasserskulpturen die Öffentlichkeit zur gemeinsamen Teilnahme anregen. Hank Willis Thomas analysiert die Popkultur, um dominante Machtstrukturen offenzulegen und die subjektive Natur unserer Wahrnehmung und unseres Verständnisses der Welt um uns herum aufzuzeigen. Seine Untersuchung des Wesens der Wahrheit in verschiedenen Kulturen verbindet das Persönliche mit unserer breiteren öffentlichen Erfahrung. Fiona Banners Werke präsentieren oft eine doppelte Erfahrung: Sie nutzt erkennbare Formen als Repräsentationen einer eher privaten Erzählung, die auf einem bestimmten Forschungsthema basiert. Obwohl die Betrachtung von Kunst grundsätzlich subjektiv ist, bietet der öffentliche Raum einen einzigartigen Kontext, um die persönliche Kunsterfahrung im Zusammenhang mit der breiteren kulturellen Landschaft zu untersuchen.
